AgrInnovation: Teurer Komfort mit Zusatznutzen

Knapp zwanzig Jahre nach der Markteinführung 1992 habe ich es auch endlich geschafft, einen Melkroboter zu Gesicht zu kriegen. Wir Studenten dachten damals: Teures Spielzeug für eine Handvoll Grössenwahnsinnige. Unterdessen haben hierzulande rund 120 Betriebe, ein halbes Prozent der Milchproduzenten, ein solches Gerät. Im Zürcher Juchhof steht seit gut einem halben Jahr ein „Astronaut“. Das freiwillige Melksystem, wie es die Eigentümer gerne nennen, ermöglicht den Kühen dann zu melken, wann sie wollen. Wobei die rangstärkeren Tiere Vortritt haben: Die weniger dominanten sind eher in den Randzeiten an der Reihe. Trotzdem scheint sich der Kuh-Komfort durch den Roboter grundsätzlich zu verbessern. Zudem erhöht sich die Milchleistung, statt wie einst üblich zweimal, morgens und abends, melken die Kühe rund um die Uhr im Schnitt dreimal, nach dem Kalben, wenn die Milchproduktion am grössten ist, bis zu viereinhalb mal. Der mengensteigernde Zusatzkomfort ist aber teuer. Ein Roboter kostet rund eine Viertelmillion, doppelt soviel wie ein vergleichbarer Melkstand.  Bei Neubauten lässt sich ein Teil der Mehrkosten einsparen, weil der Roboter, er hat etwa die Grösse eines Viehanhängers, deutlich weniger Platz braucht als ein Melkstand. (Bild NZZ/Christoph Ruckstuhl)

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