Archive for the ‘Kuhbild der Woche’ Category

Kühe mit Aussicht (auf einen schönen Preis)

März 21, 2015

Kuhbild mit Aussicht kleinZum ersten Regentag seit langem kommt so ein sonniges Kuhbild doch wie gerufen, oder? Geschickt hat es mir Leser Dominik Thali. Er schreibt: “… als ich las, dass Du Kuhbilder sammelst, dachte ich, ich sollte Dir eines schicken, das ich letztes Jahr am Fronleichnamstag auf dem xxx gemacht habe. Der Beweis dafür, dass es Kühe gerne auch mal gemütlich nehmen.” Das ist eine super Idee, lieber Dominik, besten Dank! Er selber sammelt übrigens lieber Fahrradbilder, und betreibt einen sackstarken Blog namens “Velo – das Leben auf zwei Rädern”, wo man noch viel abschauen könnte, beneidenswert hübsch gemacht!

Zurück zu den Kühen und Dominiks Bild. Die drei x stammen natürlich von mir, es gibt nämlich einen Quiz. Wer mir zuerst sagt, auf welchem relativ bekannten Hoger die gemütlichen Kühe die Aussicht geniessen, der erhält einen Preis. Kleiner Tipp: Wenn man bzw. die beiden Braunvieh-Ladies ein bisschen weiter nach vorne rücken würden, sähen sie Wasser…

Das KuhbuchJetzt zum Preis, empfohlen von einer der ausgewiesensten Expertinnen weitherum (merci!). Er heisst ganz schlicht “Das Kuhbuch – Von schönen Kühen, seltenen Rassen und dem Wohl der Tiere” von Annette Hackbarth und ist natürlich ein …. Kuhbuch. Es ist ein abwechslungsreiches, umfangmässig mit 128 Seiten gut bewältigbares und journalistisch gemachtes Werk (kein Zufall, ist doch die Autorin Journalistin), das ohne Anspruch auf Vollständigkeit aber mit punktuellem Tiefgang berichtet von Domestikation, Kuhkomfort, heilige Hornträgerinnen, Alp, Schlägen und Rassen, IKuh, einem Kuhpapst etc. Das alles dekoriert mit 150 schönen Bildern. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass eine Simmentalerin den Titel ziert, für mich unter Einbezug aller Faktoren eigentlich die zukunftsträchtigste Kuh. Viel Glück beim Raten!

Wintercowpics (2): Thüringen-Punjab, inkl. Quiz

Februar 27, 2015

L1010663Das sieht zwar nicht wirklich aus wie ein Winterkuhbild, ist aber immerhin ein im Winter gemachtes Bild von einem Teil meiner Herde; mit einem Buch von Agrarjournalistenkollege Fritz Fleege aus Deutschland.

Er war über vier Jahrzehnte Redakteur der deutschen “BauernZeitung” und hat viel erlebt. Den milchwirtschaftlichen Teil seines Erfahrungsschatzes hat er nun unter dem Titel “Menschen, Milchvieh, Melkroboter” zwischen Buchdeckeln herausgegeben. Das hat sich gelohnt. Die “Begegnungen in 38 Ländern auf fünf Kontinenten” auf knapp 300 Seiten führen in alle Weltgegenden, darunter Thüringen und Punjab, immer mit Fokus auf die Milchwirtschaft, die Menschen, die sie betreiben und natürlich die Kühe.

Da erfährt man allerhand, zum Beispiel, dass nicht nur im Appenzell, sondern auch in Indien Kuhfladen getrocknet, gesammelt und gestapelt werden. Oder wie begehrt Guernseykühe von den französischen Kanalinseln schon im 19. Jahrhundert waren. Oder wie eine junge Generation russischer Milchbauern die Bestände aufstockt. Oder wie die Viehzüchter in Argentinien von “Sojeros” verdrängt werden.

Das alles ist sehr journalistisch aufgemacht, es gibt lange Lesestücke und Kurzfutter und viel Bildmaterial. Diesen Eindruck unterstützt auch die Reklame, die den Leser auf einigen Seiten begleitet. Aber hat mich irgendwie nicht gestört, ist ja auch ein Teil der Realität, zu sehen, wie heute Melkkarusselle angepriesen werden.

Das Buch kann man hier bestellen, aber natürlich auch gewinnen. Wie gesagt, es gibt viele Kühe im Buch. Viele, viele Holsteins aber zum Glück auch noch ein paar andere. Diese hier zum Beispiel. Die erste korrekte Antwort holt den Preis, viel Glück!

Wettbewerbskuh

PS. Sollten Sie via die neueste Ausgabe von Zeitpunkt erstmals auf diesen Blog gekommen sein (für alle Nicht-ZeitpunktleserInnen, ich habe dort einen Artikel über die Agrarinitiativen geschrieben), dann sind Sie vielleicht jetzt ein bisschen enttäuscht. Aber ich bin eben nicht nur ein “Polizist für agrarpolitische Correctness”, wie es dort heisst (wer das wohl erfunden hat…), sondern auch ein Kuhbildsammler- und -bücherbesprecher, Weidetorbeobachter, AgrInnovationssucher, AgVocate etc. Aber keine Angst, die Agrarpolitik kommt dann schon auch wieder zum Zug. Unterdessen können Sie ja ein bisschen im Archiv blättern.

Wintercowpics (1): From Latsch to Goldau

Februar 23, 2015

Latsch1aBack to a category that was neglected a little bit these last few months: Cowpic of the week. That’s why I come up with two today. One is from Latsch a little bit above Bergün, worlds best place for wintertourims, nice in Summer, too. The place is cool because the through road is closed and instead used as a great sledge run in winter due to snow, although there wasn’t very much of it this year.

Plus there is hardly any ugly monstrous tourism architecture, instead you find plenty of old houses, typical for the Region. I know, it sounds like I’m paid by them, but I do it for free, also because they have a great train museum and a fancy natural ice rink and mainly because they have plenty of freerange cows, like the one you see on the pic. And great farm shops that I wrote about a few times, just put Bergün into the search mask. Anyway, don’t miss it if you ever drive by towards ugly St. Moritz…

The second pic below is from Goldau, a place that I know much less, except for that it’s built on the masses of a massive landslide in 1806 and that they have quite a cool zoo. It’s called Tierpark Goldau and amongst plenty of other animals they herd some Evolène cows, a rare race from the village of the same name in the Val d’Hérens, Wallis, where the famous race of the same name comes from. Evolène and Hérens look quite the same, are both good fighting cows, but Evolène is reddish-white while Hérens is black as the night. Thanks a lot for the pics to Markus Richner (top) and Monika Schlatter!
Goldau2

Perlentauchen (2): Ganz Kuh fürs Ganz Jahr

Dezember 23, 2014

Kalender1(New: English translation below.)
Gerne vergisst man ja, sich selber etwas zu schenken zu Weihnachten. Da hätte ich jetzt was ganz Schönes: Der Kalender “Ganz Kuh” aus dem Faro Verlag. Der Wandbehang erfreut nicht nur während 12 Monaten mit dekorativen Kuhbildern sondern tut ganz nebenbei auch noch Gutes für die behornte Kuh. 5 Franken vom Kaufpreis gehen an die Inititanten des Volksbegehrens “Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere” der IG Hornkuh, für welches jetzt Unterschriften gesammelt werden.

Kalender2Die Volksinitiative verlangt Direktzahlungen für horntragende Kühe oder in Bundesbeamtendeutsch: “Er (der Bund, Red.) fördert mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen Produktionsformen, die besonders naturnah, umwelt- und tierfreundlich sind; dabei sorgt er insbesondere dafür, dass Kalender3Halterinnen und Halter von Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden, solange die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.” Das Begehren hat im Gegensatz zu zahlreichen anderen Initiativen, die gegenwärtig die Administration beschäftigen Horn und Fuss und ist deshalb durchaus unterstützungswürdig.

Bestellen kann man/frau das bildstarke Werk von Fotograf Philipp Rohner und Martin Ott bei Alfred Schädeli (alfred.schaedeli@fibl.org) zum Preis von Fr. 28.- (zuzüglich Versandskosten). Ein Exemplar gibt es hier als Geschenk, aber natürlich nur, wenn die Wettbewerbsfrage richtig beantwortet wird. Diese lautet wie folgt: Wie viele der rund 600’000 Milchkühe erreichen in der Schweiz das 10. Altersjahr? Ich wünsche viel Glück beim Raten. Ein kleiner Tipp: es sind weniger als die Hälfte, leider.

And a little translation for english speaking participants: To win this beautiful calendar, you have to guess how many of the 600’000 Swiss milk cows reach their 10th anniversary. It’s clearly less than 50% unfortunately. If you want to buy the calendar, please contact alfred.schaedeli@fibl.org. The price is 28 Swiss franks (plus shipping). 5 franks go to the Swiss Horncow Initiative, a political movement that collects signatures for a popular vote on direct payments for cows with horns (ca. 90% of Swiss cows are de-horned when approx 3 week old calves).
GanzKuhKalender2015_cmyk

Eingesandtes (2): Loiretal-Appenzell-Georgien

November 12, 2014

Loiretal2Das hier ist jetzt wieder altbewährt: Eingesandtes aus dem Reich der vorzugsweise behornten Kuh. Top-Korrespondentin Monika Schlatter schickte mir dieses Exemplar aus dem Loiretal mit folgendem Kommentar: “Kürzlich verbrachten wir eine Woche an der Loire und haben dabei ausser Schlössern und Gärten auch Kühe angetroffen. Die beigefügten Fotos sind aus Villandry.Was es für Kühe sind, weiss ich leider nicht – sehr befremden tun mich die ‘halben’ Hörner.”

In der Tat ein merkwürdiges Bild diese Hörner. Ich wusste auch nicht recht weiter. Zum Glück gibt’s noch Twitter, wo Aufklärung durch den Experten Thomas Mc Alavey auf dem Fuss folgte:

Da sind wir froh, gibt es noch die heile Welt im Appenzell, wo Monika kurz darauf weilte und irgendwo zwischen Waldstatt und St. Peterzell fündig wurde, dort wo die Kirche noch mitten im Dorf steht (links von der Telefonstange) und die Kühe noch einen Muni dabei haben.
Appenzöll

Dazu als kleiner Kontrast noch ein letzter Helgen von meinem Kumpel und Waldreiseunternehmer Georg, der zum Glück zugunsten eines guten Kuhbilds ab und zu auch den Wald verlässt. Er präsentierte mir den untenstehenden Helgen in Rätselform. Ich tippe schwer auf Georgien, wo er kürzlich weilte, aber die Lösung steht noch aus. Bei Bedarf korrigiere ich nach. Danke den FotoreporterInnen und dem Experten! (Bilder Monika Schlatter, Georg von Graefe)
Georgien

Herbstkuhwoche (3): Gastweidetorgeschichte

Oktober 11, 2014

WeidetorgeschichteHeute zum Abschluss der Herbstkuhwoche fast eine Art Countryroadmovie. Namensvetter Adrian Dietrich hat mir diese kleien Bildgeschichte mit folgendem Kommentar zugeschickt: “Hier noch ein “ohne Worte” zum Thema: Weidetore wären eigentlich zum schliessen da…”

Danke herzlich für den ersten Weidetoregastbeitrag! Auf Nachfragen hat mir Adrian dann noch ein paar Worte nachgeschoben und verraten, dass er im Berner Oberland einen Betrieb bewirtschaftet (mit einer sehr sehenswerten Website übrigens) und dass die Kühe unterdessen wieder sicher versorgt sind. Da bin ich froh und wünsche Glück in den Stall! (Bilder: Adrian Dietrich)

Herbstkuhwoche (2): Waldweide

Oktober 7, 2014

WaldküheWaldweide ist ja an sich ein Tabu, da verboten hierzulande. Der Wald ist eine eigentliche heilige Kuh in der Schweiz und grundsätzlich ist das gut. Jetzt müsste man nur noch den Schutz des offenen Weide- und Ackerlandes ähnlich hermetisch gestalten.

Aber ich will jetzt gar nicht politisieren. Nur danken, liebe Monika, für ein weiteres tolles Bild. Avec vache qui rit, nota bene. (Bild: Monika Schlatter)

Herbstkuhwoche (1): Cowcam can

Oktober 4, 2014

Cowcam BuchEs herbstelet und deshalb ist der Zeitpunkt ideal für eine Herbstkuhwoche. Den Auftakt macht ein Buchtipp: Cowcam – Kühe fotografieren ihre Welt.

Regelmässige Leserinnen werden diesem Phänomen hier schon das eine oder andere Mal begegnet sein. Jetzt ist es soweit, die Bilder von Kühen für Kühe und vor allem Menschen sind zwischen Buchdeckeln gefasst.

Der Klappentext erklärts am Besten, worum es geht: “Eines Tages hatte der Bauer vom Hümpelihof (Christoph Sigrist) eine Idee: Er wollte wissen, wie die Kuh die Welt sieht, und montierte eine kleine Kamera in eine Treichel, die er seiner Lieblingskuh Sofie umhängte. Später schickte er die Cowcam auf eine Reise durch die Schweiz.”

Herausgekommen ist ein von Dänu von Rüti sehr schön gemachtes rustikales Buch, das vor allem von den Bildern der Kamerakühe lebt. Aber natürlich kommt auch der Text (aus menschlicher Hand von Sagita Lehner) nicht zu kurz. So gibt es Erklärungen zu Locations, Kühen und Kamerainstallation. Kann den 224-Seiter mit gleichvielen Bildern empfehlen für alle, die sich an schrägen Perspektiven nicht stören und den anderen Blickwinkel suchen, oft garniert mit Flötzmaulunterseite, hängt doch die Kamera, wie erwähnt an der Glocke (die also nicht nur Hörschäden beschert, sondern auch Bilder beisteuert.

Am Montag findet übrigens eine Buchtaufe im Sphères in Zürich statt, falls sich jemand das Buch quasi kuhwarm besorgen oder bloss Einblick nehmen will. Vielleicht wird’s dann hier auch nochmal verlost, aber ich muss es zuerst noch ein wenig anschauen. Cowcam offen

Scotland (2): I bet it’s a No. And why it’s good

September 18, 2014

AngusThe polls are closed, the decision is approaching: Is Scotland staying or going away from the UK? In a few hours we’ll know about the verdict. So, it’s about time for a last qualified and legal bet. I bet hereby that it’s gonna be a No: 52.7 to 47.3 percent or somewhere around that. If I loose, I will blog daily next week and put up with a reason day by day why it’s ok to be independent for the Scots and their farm sector. You may call me opportunistic, but no, if it’s a Yes, all that remains (after the celebrations and mournings of course) will be to get up/come down and keep going.

Alex SalmondAnyway, meanwhile let me line up a few reasons, why it’s good that that it will be a No for scottish agriculture. To put it straight beforehand, I understand every Scotswoman and -man who prefers to be governed by an outspoken and witty guy like Alex Salmond instead of a public school boy like David Cameron. But unfortunately, a swallow doesn’t make spring, as we say in Switzerland. The lonely Salmond won’t save the whole Loch. He’s a great promise and talks the blue down from the sky (as far as there is any in Scotland). Still, he hasn’t got a clue about the consequences of Independece yet. When he talked to us a fortnight ago at the congress of the IFAJ in Aberdeen, he wasn’t able to make any clear statement about how a Yes would influence the future of his country very probably not to be.

He complained about the very low contributions the Scottish farmers are receiving from the EU honeypots (see the article of my colleague Jonas Ingold on Swiss agpress agency LID). That may be true, but I’m pretty sure that an independent Scotland will mean a lot of insecurity to the farmers whether at all they will get any money from Brussel in the next few years. And it’s always better to have the sparrow in your hand than the beautiful white dove on the roof, to use another Swiss saying.

Landscape to die forAnother thing I don’t understand from an agrocommercial point of view is why the Scots should build a frontier towards their most important market. In a world or at least a Europe where pulling down the borders has caused a few problems but has mainly prevented this agitated continent from more wars and bloodshed, I think it’s quite stupid to build toll stations and create free trade barriers. Notably because the Scots have a lot of excellent products to offer, eg Whisky, Salmon and Landscape to die for and some of the most excellent cattle (the Aberdeen Angus bull above for example) and sheep in the world to just mention the tip of the iceberg. And look (below) what they have made out of our Simmentals (the two bulls to the right) and you know immediately, what they are able to achieve.

This doesn’t mean that I think the whole idea of the Independence Referendum is wrong. I think Mr. Salmond and his pals are quite clever. They knew from the beginning, that it will be a No, but a tight one. And that bottom line, there will be an even higher level of independence within the UK once the whole thing is over. I would even go so far to say that the Salmonds are happier about a tight No than a tight Yes. But who knows, maybe I’m totyally wrong and will have to blog again tomorrow…
Simmental bulls

Gute Ernte: Sommerkühe aus UK, CH, Tansania

August 30, 2014

Sommerkühe Helen

Liebe Leute haben mir viele schöne Kuhbilder geschickt in den letzten Wochen: zB. ölmalerisch pittoresk aus Cornwall …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA… spektakulär perspektivisch aus dem Berner Oberland …

????????… kontemplativ weitsichtig aus dem Alpstein und …

Sommerkühe Susanna Tansania Saadani Nationalpark… exotisch bemutternd aus Tansania.
Danke Euch allen! (Bilder: Helen James, Monika Reize, Monika Schlatter, Susanna Müller)


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